Die hohe Schule der Logistik
bietet die Anterist + Schneider Automotive GmbH in Köln. Lesen Sie hier den in der Automobilwoche erschienenen Artikel.
Presse-Ausschnitt Quelle: Automobilwoche Juni 2007 Erscheinungsdatum: 04.06.2007
Kooperation in der Vormontage Ford setzt bei der Produktion auf bewährte Supply-Chain-Partner
Köln. Alle 38 Sekunden läuft im Kölner Ford-Werk ein Fiesta oder Fusion vom
Band. Rund 800 Meter vom Werk entfernt sorgen Joachim Stern,
Geschäftsführer von Anterist + Schneider Automotive Service, und seine
Mitarbeiter dafür, dass die Produktion nicht aus dem Takt gerät: Büro
und Fertigungshalle der Logistik-Tochter der Schenker AG liegen am
Rheinufer in einem der modernsten Industrieparks der Autobranche, der
48.000 Quadratmeter umfasst. „Die Besonderheit bei uns: Wir gehen als
Logistiker so weit, ganze Module zu montieren. Das ist schon die hohe
Schule der Logistik“, sagt Stern. Anterist + Schneider ist einer der
wichtigsten Dienstleister von Ford und liefert dem Autobauer unter
anderem Instrumententafeln zu. Aus 250 Einzelteilen montieren rund 200
Beschäftigte das komplette Cockpit vor. Nach einer halben Stunde und 40
Montageschritten laufen die fertigen Module über einen Schienenweg in
luftiger Höhe ins Ford-Werk. „Die Instrumententafel ist ein sehr
zeitkritisches Modul, da vom Abruf bis zu Verbau lediglich eine
Zeitspanne von 90 Minuten liegt“, erklärt Stern. Die pünktliche
Anlieferung des Cockpits ist aber nur eine Aufgabe, die Anterist +
Schneider für Ford übernimmt. Das Logistik-Unternehmen versorgt den
Autobauer auch mit Kabelbäumen in 267 Varianten und mehr als 400
Befestigungsteilen.
„Mit einer funktionierenden Logistik
unterstützt man ein effektives Werk enorm“, sagt Ford-Logistikchef Gert
Blümel. Moderne Logistik-Unternehmen müssen über den reinen
Transport-Service hinaus die Anlieferung just in time garantieren.
Immer wichtiger wir der Logistiker, der just in sequence liefern kann,
also die benötigten Teile oder Module auch in der richtigen Reihenfolge
ans Fertigungsband bringt. „In dieser Rolle sehen wir uns im Moment“,
sagt Geschäftsführer Stern von Anterist + Schneider. Als die großen
Herausforderungen der Zukunft nennt er immer kürzere Modellzyklen und
eine immer globalere Lieferantenbasis. Schon heute setzen viele
Logistikfirmen und Hersteller zur Steigerung der Effizienz auf die
gemeinesame Vormontage. Doch für Ford-Logistikleiter Blümel ist das
nicht zwangsläufig der Königsweg. „Vormontage ist keine Strategie per
se“, meint er. „Die Frage ist, wo macht das am meisten Sinn unter
Gesamtkosten-Gesichtspunkten“.Ein in der Branche oft diskutiertes Thema
spielt weder bei Anterist + Schneider noch bei Ford eine Rolle: das
Fünf-Tage-Auto, das am Montag bestellt wird und am Freitag vom Band
rollt. Es sei nicht wichtig, sehr schnell zu liefern, sagt
Ford-Logistiker Blümel: „Unser Auftragsabwicklungssystem lässt zwar
eine Kundenbelieferung innerhalb von 15 Tagen zu“, so der
Supply-Chain-Spezialist. „Für den Kunden ist jedoch entscheidender,
dass ein zugesagter Liefertermin eingehalten wird.
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Instrumententafel-Montage: Der Logistik-Spezialist Anterist + Schneider sorgt dafür, dass die Module just in time ins Ford-Werk gelangen.
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A+S Automotive-Chef Stern: "Die Hohe Schule der Logistik."
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